Musikalische Begabung

— entdecken & fördern —

Reinhard-Lüttmann-Stiftung zur Förderung musikalischer Begabung
Prof. Dr. Reinhard Lüttmann
mit mongolischer Oboe (Bishguur)

Von allen Künsten ist die Musik die abstrakteste, unmateriellste.
Sie existiert nur im Moment ihres Erklingens und bietet auch nur einen Moment ihrer jeweiligen Gesamtform. Diese entwickelt sich in der Zeit.

Zum Erklingen aber bringen sie die Musiker mit dem jeweiligen Instrument oder der Stimme. Sie bliebe sonst ein stummes Notenheft!

Von den Instrumentalisten oder Sängern/Sängerinnen aber wird ein hohes Maß an Können verlangt, das sich sowohl auf den Umgang mit dem jeweiligen Instrument oder der Stimme bezieht, als auch eine sensible Empathie in das Werk und ein großes Ausdrucksvermögen erfordert.

An dieser Stelle unterstützt die Reinhard-Lüttmann-Stiftung mit ihrer Förderung lernende Musikerinnen und Musiker, damit mangelnde finanzielle Mittel kein Hindernis für die Entwicklung des Talents darstellen.

Aktuelles

Wettbewerb Blockflöte am 17. September 2016

Nach dem großen Erfolg des Blockflöten-Wettbewerbs im vergangenen Jahr 2015 sieht sich die Reinhard Lüttmann Stiftung bestätigt und ermutigt, in diesem Jahr wieder einen Wettbewerb für die Blockflöte auszurichten. Er findet statt am 17. September 2016 und richtet sich an Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 13 Jahren.

Flyer (PDF) mit Einladung und Ausschreibung

Als diesjähriges Pflichtstück wurde Jakob van Eyck aus „Der Fluyten Lusthof”, Band 1, das Stück: „Engels Nachtegaeltje” mit den zwei folgenden Variationen ausgesucht.

Die Preisträger werden sich in einem öffentlichen Konzert am 8. Oktober dieses Jahres vorstellen.

Mit der Ausschreibung dieses Wettbewerbes will die Reinhard Lüttmann Stiftung die künstlerische Bedeutung dieses Instrumentes neu beleben und in den Vordergrund rücken.

Teilnahmebedingungen & Anmeldung

Die Vortragdauer beträgt 15 bis 20 Minuten.
Vorgetragen werden je ein Werk/Satz aus der Renaissance, des Barock und der Moderne (nach 1950).
Pflichtstück: J. van Eyck: „Engels Nachtegaeltje”, aus „Der Fluyten Lusthof”, 1. Band.
Es müssen mindestens 2 verschiedene Stimmlagen der Blockflöte Verwendung finden.

Die Anmeldung erfolgt schriftlich an die Reinhard Lüttmann Stiftung, Drosselweg 10, 65527 Niederhausen.

Begleitung

Für einen eventuell notwendigen Begleiter müssen die Teilnehmer selber Sorge tragen.

Hintergrund & Geschichtliches

Auch mit diesem Wettbewerb will die Reinhard-Lüttmann-Stiftung wieder auf die künstlerische Bedeutung der Blockflöte hinweisen, die ihre große Zeit in der Renaissance und im Barock hatte. In der Klassik und der Romantik hatten sich die Klangvorstellungen der Komponisten stark verändert: man verlangte größere Orchester, die wiederum klangstärkere Instrumente bedingten. So wurde die Blockflöte verdrängt, geriet ins Abseits und „ist außer Gebrauch gekommen” (Brockhaus-Lexikon, 1898) Erst zu Beginn des 20. Jh. wurde sie als Instrument der Jugendbewegung wieder entdeckt — als „Anfängerinstrument” und zum Spiel in der Gruppe.

Es ist das Verdienst der Avantgarde, die Blockflöte seit etwa 1950 wieder zur eigentlichen Bedeutung verholfen zu haben. Viele interessante Kompositionen für das Instrument sind seitdem komponiert worden.

Hinzu kam die Bestrebung, Barock- oder Renaissancemusik wieder auf einem authentischen Instrumentarium der Zeit zu spielen.

Laden Sie hier den Flyer mit der Einladung und Ausschreibung herunter.


Vita Prof. Dr. Reinhard Lüttmann